Pfarrei St. Elisabeth Blaibach
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Gläubige unserer Pfarrgemeinde über die bevorstehende Kirchenrenovierung informiert

01.05.2019

Kirchenrenovierung soll Mitte Mai beginnen

Umfangreiche Maßnahmen zur Instandsetzung unseres Gotteshauses sind notwendig

 

Am Montagabend fanden sich zahlreiche Gläubige der Pfarrei Blaibach im Pfarrheim ein, der Ortsgeistliche und mehrere Architekten stellten die Pläne zur Renovierung der Pfarrkirche vor.

 

BGR Pfarrer Augustin Sperl begrüßte eingangs neben Vizebürgermeister Josef Speckner auch einige Gemeinderäte sowie Vertreter von Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung, knapp 30 Gläubige waren der Einladung zum Infoabend gefolgt.
Eingangs zeigte Christof Bayer, Geschäftsführer der Schnabel Architekten GmbH aus Bad Kötzting, den Beteiligten auf, die an den Arbeiten an der Pfarrkirche St. Elisabeth Blaibach mit beteiligt sind und welche Baumaßnahmen durchgeführt werden sollen. Nach dem Erstbesuch der Diözese Regensburg im Jahr 2015 wurden die durchzuführenden Maßnahmen durch die Diözese festgelegt. So gehe es in erster Linie darum, aufgrund der vorhandenen Schadstoffbelastung eine Außen- und Innenrenovierung durchzuführen, sowie Feuchteschäden und Schimmel im und am Bauwerk zu entfernen. Glaswolle aus dem Dachstuhl der Pfarrkirche wurde bereits entfernt, so der Referent, bei den anstehenden Arbeiten gehöre der Hauptaugenmerk der Beseitigung der weiteren Schadstoffe im Kirchenraum. So seien beispielweise Lindan und PCB als Schutzanstrich für mehrere Holzgewerke verwendet worden, die bei der letzten Kirchenrenovierung noch nicht als so bedenklich eingestuft worden seien als heute bekannt. In den Möbeln in der Sakristei sei Formaldehyd nachgewiesen worden und neben den vorhandenen Schimmelpilzen im Chorraum, der Turmstube und in der Orgel sei auch ein Insektenbefall sowie Braunfäule an Balken im Dachstuhl zu beseitigen, so Bayer weiter. Ein weiterer Sanierungspunkt betreffe die Glasfenster sowie das Umfeld um die Pfarrkirche, hier sei vor allem die Drainage zu erneuern. Zusätzlich zu den dringend erforderlichen Sanierungsmaßnahmen sei weiterhin eine Neugestaltung des Altarraumes geplant. Hierzu zeigte der Redner anhand einer Präsentation bereits den Entwurf vor, der den dazu durchgeführten Wettbewerb gewonnen hat. Zu diesem Entwurf gehört neben dem Entfernen der beiden ersten Bankreihen ein neuer Volksaltar sowie ein neues Taufbecken, auch werde das vorhandene Chorgestühl im Altarraum entfernt und umgestaltet. Die Orgel müsse vom vorhandenen Schimmelpilz befreit und die Gestühlpodeste erneuert werden, so Christof Bayer weiter.

 

Dipl. Restaurator Bruno Fromm aus Parsberg, der bereits seit drei Jahren bei den Planungsarbeiten involviert ist, erläuterte im Anschluss den Anwesenden die durchgeführten Untersuchungen an der Raumschale der Pfarrkirche, den Wandmalereien, den Altären und den Gestühlen. Im Laufe der Zeit wurden immer mehr Probleme erkannt und so folgte der Entschluss, den kompletten Kircheninnenraum zu renovieren. Oberste Priorität liege jedoch auf dem Sockel, so der Restaurator. Rund 100 bis 120 Quadratmeter Putz müssen abgetragen und erneuert werden, anschließend solle eine intensive Trocknung und eine mehrfache Grundierung mit Kalkfarbe erfolgen, so Fromm weiter. Die Deckengemälde werden im Zuge dieser Arbeiten ebenfalls saniert, hier sei jedoch glücklicherweise nicht allzu viel Aufwand nötig. Ein besonders wichtiger und großer Bauabschnitt sei jedoch das Turmzimmer, welches besonders stark vom Schimmelpilz befallen sei, auch sei hier aufgrund fehlender Lüftung viel Feuchtigkeit im Mauerwerk vorhanden, ließ der Restaurator wissen. Seitens der holzsichtigen Ausstattung müsse aufgrund der Schadstoffbelastung das Chorgestühl aufgebaut werden, die Bankpodeste müssen komplett erneuert werden. Die Kirchenbänke selber erhalten nach gründlicher Reinigung lediglich einen neuen Schutzanstrich, mit restauriert werden unter anderem der Beichtstuhl und die Türen. Abschließend merkte Bruno Fromm an, dass sowohl die Figuren, die Orgel als auch die Kreuzwegstationen grundsätzlich in sehr gutem Zustand seien.

 

Dipl. Ing. Tobias Scherner aus Weiding erläuterte die geplante Erneuerung der Heizung sowie den Einbau einer automatisch geregelten Lüftungsanlage. Vor allem in den Räumen ohne Fenster könne damit künftig einer erneuten Schimmelbildung vorgebeugt werden. Die Lüftungsanlage selber werde im Dachstuhl verbaut, neben einer neuen Ölheizung werde auch die Wärmeleitung von der Heizungsanlage zur Pfarrkirche sowie die komplette Heizungsverteilung erneuert.

 

Stefan Schmid vom Blaibacher Planungsteam Schmid GmbH gab einen Überblick über die Sanierung der Elektroinstallation, welche teilweise über 40 Jahre alt ist. So sollen im Kirchenraum LED-Strahler eingesetzt werden, ebenfalls erneuert werden solle die Beschallungs- und Mikrofonanlage, neu sei eine Hörgeschädigten-Schleife in einem Bereich der Kirche. Ebenfalls erneuert werden soll die Außenbeleuchtung. Mittels LED-Technik könne der Stromverbrauch der Kirchenanstrahlung künftig auf 10 Prozent verringert werden.

 

Diözese unterstützt die Sanierungsmaßnahmen

Pfarrer Sperl teilte mit, dass die gesamte Maßnahme, deren Kosten sich auf knapp 2 Millionen Euro belaufen werden, mittlerweile seitens der Diözese Regensburg genehmigt sei. Der Beginn der Arbeiten sei für Mitte Mai geplant, der Abschluss der wesentlichen Arbeiten solle im Frühjahr 2020 erfolgen, so der derzeitige Planungsstand. Sperl erläuterte kurz noch die Anfänge der Planungen. Als vor rund vier Jahren ein Vertreter des Baureferats aus Regensburg zu Besuch in Miltach war, wurde auch die Blaibacher Pfarrkirche in Augenschein genommen. Wenig später wurden erste Gutachten in Auftrag gegeben und aufgrund der folgenden Ergebnisse kam letztendlich die Genehmigung aus Regensburg. Zusätzlich zur Sanierung und Renovierung des Bauwerks wurde auch die Umgestaltung des Altarraumes als notwendig empfunden, so der Priester weiter, da die Einrichtung und Gestaltung mittlerweile nicht mehr zeitgemäß seien. Zudem werde von der Diözese auch die Sanierung und Aufwertung der Orgel befürwortet, zusätzlich zur dringend notwendigen Schimmelbeseitigung. Von der geschätzten Gesamtsumme sei eine Förderung von knapp einer Million Euro von der Diözese zu erwarten, so Pfarrer Sperl weiter, womit knapp eine Million auf die Pfarrei Blaibach entfalle. Es seien weitere Zuschussanträge bei verschiedenen Einrichtungen, darunter auch dem Landesdenkmalamt gestellt, jedoch gebe es bis zum heutigen Tage keinerlei positive Rückmeldungen. Sperl versichert jedoch bereits jetzt allen Gläubigen der Pfarrei, dass keinerlei Kosten auf den Einzelnen umgelegt werden sollen. Die Pfarrei sei, wie schon bei der letzten Kirchenrenovierung, dankbar für jegliche Spenden aus der Pfarrgemeinde. Der Priester erklärte abschließend, dass die Kirchenverwaltung gemeinsam mit Regensburg die Notwendigkeit dieser Maßnahmen klar festgestellt habe, zudem sei ein Beginn der Arbeiten sobald wie möglich anzustreben, da nachweislich die Baukosten Jahr für Jahr steigen. Auch sei zu bedenken, dass die Blaibacher Pfarrkirche St. Elisabeth rund 250 Jahre alt sei und zusammen mit dem Schloss und mittlerweile auch dem Konzerthaus ein Kernstück der Gemeinde bilde. Zu seinem Bedauern merkte BGR Pfarrer Augustin Sperl abschließend an, dass derzeit leider keinerlei Möglichkeit bestünde, die ebenfalls sehr renovierungsbedürftige Fatimakapelle zeitgleich zu sanieren. Auch seien bisher noch nicht alle Angebote eingetroffen, sodass noch nicht alle Aufträge vergeben werden konnten. Die Referenten sowie Pfarrer Sperl standen im Anschluss noch den Anwesenden für Fragen zur Verfügung.

 

Text u. Bild: Alexander Ziereis, Blaibach

 

Foto: Renovierung Kirche Infoabend Blaibach

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