Pfarrpatrozinium festlich begangen
Patrozinium der Pfarrei St. Elisabeth Blaibach feierlich begangen
Mit einem Festzug begann am Sonntag das Patrozinium der Pfarrgemeinde St. Elisabeth Blaibach.
Angeführt vom Spielmannszug zogen die örtlichen Vereine sowie Gemeinderat, Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat in die Pfarrkirche ein. Zu Beginn des Gottesdienstes erinnerte Pater Joseph Santhappan (MSFS) in seiner Einführung daran, dass vielen Menschen heute der Glaube wenig bedeute und dennoch die grundlegenden Fragen nach dem Sinn des Lebens bleiben. Die Kirche, deren Weihefest gefeiert wurde, sei ein sichtbares Zeichen dafür, dass diese Fragen zu einem gelingenden Menschsein dazugehören. Die Frohe Botschaft sage jedem Menschen zu: „Dein Leben hat Sinn“ – auch wenn es klein oder unbedeutend erscheine. Damit diese göttliche Botschaft weiterhin hörbar bleibe, müssten Kirchen lebendige Orte sein, erfüllt vom Glauben und Leben der Menschen.
In seiner Predigt rückte Pater Joseph dann die heilige Elisabeth und den heiligen Martin, der auch kürzlich erst gefeiert worden war, als zwei Heilige in den Mittelpunkt, die das Gebot der Nächstenliebe in besonderer Weise verkörpern. Ihre bekannten Gesten – Martins geteilter Mantel und Elisabeths wundersame Rosen anstelle des Brotes – zeigten bis heute, wie echte Liebe Herzen berühre und selbst Alltägliches verwandle. Immer wieder erinnere die Heilige Schrift daran, dass Nächstenliebe ein göttlicher Auftrag sei: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ und „Wer Gott liebt, muss auch seinen Bruder lieben.“ Wie tief dieses Gebot wirken könne, machte der Priester an weiteren Beispielen deutlich, etwa an der heiligen Katharina von Siena, die sogar ihren eigenen Mantel verschenkte und erklärte, sie sei „lieber ohne Mantel als ohne Liebe“.
Nach dem Gottesdienst, den der Chor Vinamus mitgestaltet hatte, formierten sich die Vereine erneut, wiederum musikalisch begleitet vom Spielmannszug. Gemeinsam zog man zum Pfarrheim, wo Pfarrgemeinderat, Frauenbund und Kirchenverwaltung ein Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen angeboten hatten. In geselliger Atmosphäre klang das Patrozinium aus und bot zahlreiche Begegnungen im Geist der heiligen Elisabeth.
Text u. Bilder: Alexander Ziereis, Blaibach
Bild zur Meldung: Pfarrpatrozinium Blaibach 2025