Weihnachten in unserer Pfarrei festlich gefeiert
Sich an Gottes Geschenk an Weihnachten orientieren
Mit mehreren feierlichen Gottesdiensten feierte die Pfarrei St. Elisabeth Blaibach das Weihnachtsfest.
Die Helfer bestehend aus dem Mesnerteam und den Mitgliedern des Pfarrgemeinderates stellten bereits einige Tage vorher den von Karl-Heinz Rank gestifteten Christbaum in der Pfarrkirche auf und schmückten ihn.
Am Heiligen Abend schließlich feierte das Kindergottesdienstteam eine Andacht für kleinere Kinder und ihre Familien. Dabei erzählten sie mit Bildern die Geschichte des Hirten Simon und seinen vier Lichtern. Auf der Suche nach seinem Lamm teilte der Hirte seine Lichter mit Ausgegrenzten und Verachteten. Schließlich fand er im Stall von Bethlehem nicht nur sein Lamm, sondern auch das Licht der Welt in der Gestalt des kleinen Kindes in der Krippe. Bei der kleinen Prozession durch die Pfarrkirche folgten viele Kinder dem Stern und brachten das Friedenslicht zur Krippe vorm Altar. Diese schmückten die Kinder mit kleinen Sternen und stellten bei den Fürbitten Lichter dazu. Am Ende gab es für die Kinder ein kleines Buch mit der Weihnachtsgeschichte sowie eine Aufstellkrippe zum Ausmalen mit nach Hause.
Um 17 Uhr feierte Pater Joseph einen Familiengottesdienst mit Krippenspiel. Gemeindereferent Franz Strigl übte mit Kindern ab der 4. Klasse in der Adventszeit das Stück ein. Die Krippenspieler erzählten von der schwierigen Herbergssuche, die Maria und Josef in Bethlehem erlebten und von der Verkündigung durch die Engel bis hin zu den Hirten auf dem Feld, die sich auf den Weg zum Kind im Stall machten. Pater Joseph rief in seiner Weihnachtspredigt die Gläubigen schließlich auf, umzusteigen und Gottes Geschenk zu Weihnachten zu nutzen, um sich neu zu orientieren und die beste Verbindung zu Gott zu suchen. Diese Verbindung zu Gott zu halten sei nicht immer einfach, vor allem bei den vielen Versprechen von Glück, die zahlreiche Werbeprodukte täglich machen. Dabei stellt der Prediger den Heiligen Josef als Vorbild ins Zentrum, der damals, trotz seiner katastrophalen Situation, nicht im Jammern stehen geblieben sei, sondern im Vertrauen auf Gott weiter treu zu seiner Verlobten Maria stand. Am Ende des Gottesdienstes dankte der Priester allen, die bei der Vorbereitung und Durchführung der Weihnachtsgottesdienste mitgewirkt haben.
Am ersten Weihnachtstag feierte Pfarrvikar Matthias Tang zusammen mit zahlreichen Gläubigen den Gottesdienst zum Hochfest Geburt des Herrn. Vor allem Kinder freuen sich über die vielen Geschenke, die es an Weihnachten gibt, so der Pfarrvikar in seiner Predigt. Besondere Freude bereite vor allem ein Geschenk, dass man sich gewünscht habe und man nicht wegschmeißen oder zurückschicken werde. Einmal im Jahr mache Gott den Menschen ein Geschenk, das viele Menschen aber gar nicht öffnen wollen oder das Geschenk nach dem Öffnen unzufrieden retour schicken. Einige Menschen erkennen die Besonderheit an Gottes Geschenk, freuen sich darüber und bedanken sich im Gottesdienst für das Kind in der Krippe, das zum Erlöser der Welt geworden ist. In all der Not der Welt, ermutigte der Geistliche weiter, solle man sich die Freude an Weihnachten nicht nehmen lassen, sondern diese erhalten und weitergeben. Der Gottesdienst wurde vom Chor Vinamus mit Thomas Raab an der Orgel und Stephan Graßl mit der Trompete mit festlichen und traditionellen Weihnachtsliedern mitgestaltet.
Am zweiten Weihnachtstag sprach Pater Joseph über die oft unerfüllten hohen Erwartungen an Weihnachten und die Enttäuschung, die darauf folge. Er betonte, dass Gott nicht in eine heile Welt kommt, sondern in eine heilungsbedürftige, um als Erlöser zu wirken. An diesem Tag gedenke man zudem des ersten Märtyrers der Kirche, des Diakons Stephanus, der bereitwillig, mutig und fast frohgemut für seinen Herrn zu sterben bereit war.
Text: Alexander Ziereis, Blaibach
Bilder: Alexander Ziereis und Ingrid Hamberger, Blaibach
Bild zur Meldung: Weihnachten Blaibach 2024